Humboldt-Universität zu Berlin: Schau rein, schlau raus – Lange Nacht der Wissenschaften 2014

Die 14. Lange Nacht der Wissenschaften wird am 10. Mai um 16 Uhr im Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, eröffnet. Von 17 bis 24 Uhr können Besucherinnen und Besucher in 215 Veranstaltungen an 21 HU-Gebäuden Forschung live erleben.

BERLIN, 9-5-2014 — /EuropaWire/ — Was macht einen Roboter menschlich? Und wie können Menschen, die sich nicht kennen, in Windeseile zusammen perfekt im Chor singen? Antworten auf diese Fragen bekommen die Besucherinnen und Besucher der 14. Langen Nacht der Wissenschaften (LNDW) in Berlin bereits auf der Eröffnungsveranstaltung im Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Myon, ein 1,25 Meter großer, 15 Kilogramm schwerer humanoider Roboter, der zur Zeit in der Komischen Oper lernt, wie Theater funktioniert, wird prominente Gäste aus Wissenschaft und Politik in Quiz-Spielen testen.

Mit dem Chorleiter Sven Ratzel und Mitgliedern eines frisch gegründeten Studierendenchores erleben die Besucherinnen und Besucher, wie Wissenschaft in wundervollen Tönen aufgehen kann. Unterstützt wird Ratzel dabei von Thomas Hebold, der auch als BeatBoxer „HeBeat“ bekannt ist. Berlins Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres eröffnet gemeinsam mit HU-Präsident Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz die Lange Nacht. Durch die Veranstaltung führt radioeins-Moderator Sven Oswald (rbb).

Anschließend können Besucherinnen und Besucher von 17 bis 24 Uhr die Vielfalt der HU-Forschung in 21 Gebäuden erleben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren ihre Fachgebiete, zeigen Experimente und beantworten jede Frage. Die HU, die in diesem Jahr noch einmal den Vorsitz im Verein LNdW e.V. innehat, beteiligt sich mit 217 Programmpunkten an dem nächtlichen Spektakel. Zu finden sind sie an den folgenden fünf Standorten: In Berlin-Mitte rund um das Hauptgebäude, den Hegelplatz und das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, auf dem Campus Nord in der Nähe der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf dem Campus in Berlin-Adlershof, am Baumschulenweg im Späth-Arboretum und Dahlem.

Auswahl aus dem HU-Programm

Hauptgebäude, Unter den Linden 6, 10117 Berlin

Kann man einem Roboter in die Augen schauen?
Myon, ein 1,25 Meter großer, 15 Kilogramm schwerer humanoider Roboter lernt zur Zeit in der Komischen Oper, wie Theater funktioniert. Zur Langen Nacht möchte er aber auch gerne Menschen treffen, die sich für Wissenschaft, Forschung und überhaupt Neues interessieren. Probieren Sie bei uns aus, ob er auch etwas von Ihnen lernen kann. Demonstration: 17.30 – 18.30 | Foyer

The Pleasure of Leisure – A Regency Ball with Jane Austen
Das Großbritannien-Zentrum lädt zum Ball: Entdecken Sie die Welt von Großbritanniens meist gefeierter Autorin. Tanzen Sie mit Mr Darcy oder lernen Sie, die perfekte Tee-Party zu veranstalten. Beteiligen Sie sich an literarischen Diskussionen und genießen Sie unseren Ball, Kostüme und britische Kost. Auch für Kinder. Ausstellung, Mitmachexperiment: 17-24 Uhr | Kinderprogramm bis 20.30 Uhr | Senatssaal im 1. OG

Science Magic für Kinder
Wissenschaftliche Zaubertricks und Experimente für Kinder. 18.30-19.30 Uhr | HumboldtStore | Foyer

Die Antike im Film
Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Antike-Filme aus den unterschiedlichsten Epochen der Filmgeschichte vorgestellt und die Transformation der antiken Stoffe beleuchtet. Eine gute Gelegenheit, um mittels eines modernen Mediums in die spannende Welt des Altertums einzutauchen. Film, Vortrag | ab 19.00 | Kinosaal

Lesung aus Nelson Mandelas Afrikanischen Lieblingsmärchen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars für Afrikawissenschaften lesen für Kinder aus dem Buch “Nelson Mandelas Afrikanische Lieblingsmärchen”. 18.00 Uhr | Audimax und 1. OG

Theologische Fakultät, Burgstraße 26, 10178 Berlin

Pussy Riot – eine Neuinterpretation des Gottesdienstes?
Eine feministische Punkrockband tritt in einer russisch-orthodoxen Kirche mitten in Moskau auf und stellt dort vor dem Altar eine 41-minütige Performance dar, in denen die Regierung sowie die russische Kirche scharf kritisiert werden. Aber was bedeutet das für die Kirche? Was für die Gläubigen?

Universitätsgebäude am Hegelplatz, Dorotheenstraße 24, 10117 Berlin

Kubb – Wikingerschach
Zwei Teams, 6 Wurfhölzer, 10 Klötze, ein König – hier wird das vor allem in Norwegen und Schweden, aber auch in Berliner Parks beliebte Kubb gespielt. Spiel 17.00 bis 22.00 | zu jeder vollen Stunde | Haus 1, 1. OG, Hörsaal

Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Geschwister-Scholl-Straße 1-3, 10117 Berlin

Wie funktionert die Bibliothek?
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen Sie durch öffentliche und nicht-öffentliche Bereiche der Bibliothek und zeigen beim Rundgang verschiedene Automaten, die im Bibliotheksalltag zum Einsatz kommen. Demonstration, Führung: ab 17.15 Uhr stündlich | Treffpunkt: Foyer | Dauer: 60 Min.

Börsenpoesie
Spekulanten bewegen sich in einer abgehobenen Welt, von der die Gesellschaft trotzdem auf unerklärliche Weise abhängt. Trotz – oder gerade wegen – dieser Undurchsichtigkeit wurde der Spekulant stets neu erzählt und erfunden. Das Graduiertenkolleg „Das Wissen der Literatur“ verfolgt das kulturgeschichtliche Making of einer ambivalenten Sozialfigur. 19.00 und 22.00 Uhr | Foyer

Tieranatomisches Theater, Philippstraße 13, 10115 Berlin

„THE MAKING OF … GHOSTS. Stimmen und Erscheinungen in Archiven des Ersten Weltkriegs“ – Ausstellungseröffnung
Eine Videoinstallation von Britta Lange & Philip Scheffner mit Tonaufnahmen u.a. aus dem Lautarchiv der Humboldt-Universität. Es entsteht ein fragiles audiovisuelles Netz von Geschichten über die Verflechtungen von Kolonialismus, Krieg, Medien, Politik, Unterhaltungskultur und Wissenschaft. Vernissage 19.00 Uhr

Späth-Arboretum, Späthstraße 80/81, 12437 Berlin

Dämmerungsführungen durch das Arboretum
Heimische und exotische sowie gartenhistorisch bedeutsame Pflanzen im Gehölzgarten: Bis zum Einbruch der Dunkelheit erfreuen wir uns an dem durch den Berliner Stadtgartendirektor Gustav Meyer im englischen Stil angelegten Arboretum. 17.00-23.00 Uhr, stündlich | Dauer: 45 Min. | Freigelände

Emil-Fischer-Haus, Brook-Taylor-Straße 2, 12489 Berlin

Faszinierende Chemie: eine Experimentierstraße für Groß und Klein
Große und kleine Besucher können chemische Probleme in spielerischen Experimentierduellen lösen. Das verlangt Kreativität, Ausdauer und Geschick. Für Lehrkräfte wird die neue europäische Internet-Plattform (ISE) für Lehr/Lernmaterialien vorgestellt. Demonstration, Mitmachexperiment: 17.00-22.00 Uhr | 1. OG, Raum 1’105

Lise-Meitner-Haus, Newtonstraße 15, 12489 Berlin

Quanten-Jazz mit echten Quantenzufallszahlen
Zufallszahlen spielen in unserem Alltag eine wichtige Rolle, z.B. bei der verschlüsselten Kommunikation über das Internet. Warum ist der Zufall so wichtig und wie kann man mithilfe von Licht-Quanten echte Quanten-Zufallszahlen erzeugen? Mit dem endlosen Quanten-Jazz wird der Zufall ein Genuss für die Ohren! Demonstration, Vortrag | ab 17.00 Uhr stündlich | Dauer: 30 Min. | 2. Etage

Alfred-Rühl-Haus, Rudower Chaussee 16, 12489 Berlin

Mental Maps/Kognitive Karten “Die Welt in unseren Köpfen”
Wir laden Kinder und Erwachsene ein mit uns “Mental Maps” zu zeichnen und zu analysieren. Menschen haben in ihrem Bewusstsein ein Vorstellungsbild der Wirklichkeit, dieses “Kognitive Kartieren” wird von ihnen in alltäglichen Lebenssituationen, wie z.B. dem Schulweg, bei der Orientierung an einem fremden Ort u.a. eingesetzt. 18.30 Uhr und 20.30 Uhr | Dauer: 30 Min. | 2. OG, Neubau, Raum 2’108

Wolfgang-Köhler-Haus, Rudower Chaussee 18, 12489 Berlin

Berlin wird sauber – Untersuchungen zu Sauberkeit und Litteringverhalten
Warum werden Plätze und Straßen als verschmutzt wahrgenommen? Warum werfen Menschen Abfall auf die Straße? Was kann man dagegen tun? Die BSR und die Humboldt-Universität sind diesen Fragen nachgegangen. Ein Vortrag zeigt die Ergebnisse. Anschließend können Sie sich an einem kurzen Mitmachexperiment zu o.g. genannten Fragen beteiligen. Mitmachexperiment, Vortrag | 17.30-22.30 Uhr stündlich | Dauer: 30 Min. | Raum 1’101

Zufrieden altern: Wo und mit wem?
Dieser Vortrag betrachtet die Entwicklung von Wohlbefinden am Lebensabend im Schnittpunkt zwischen Psychologie und Soziologie, und geht der Frage nach, welche Rolle die Region (Ost/West), Verfügbarkeit von Pflegeeinrichtungen, und soziale Umgebung für zufriedeneres Altern spielen. 17.00 Uhr | Dauer: 45 Min. | Neubau Erdgeschoss | Raum 0’101

Erwin-Schrödinger-Zentrum, Rudower Chaussee 26, 12489 Berlin

Wie man der NSA ein Schnippchen schlägt
Will man geheime Informationen versenden, muss der Empfänger wissen, welchen Code man verwendet. Dies kann aber ebenso abgehört werden wie die Information selbst. 1986 fand man eine Methode, dieses Problem mittels elliptischer Kurven zu umgehen. Anhand spannender Beispiele wollen wir das Verfahren erklären und unter anderem zeigen, warum 1 – 2 = 5 ist. 18.00 Uhr, 20.00 Uhr, 22.00 Uhr | Dauer: 60 Min., EG, Raum 0’313

Weitere Informationen

Kontakt

Petra Schubert
Humboldt-Universität zu Berlin
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 030 2093-2518
petra.schubert@hu-berlin.de

Comments are closed.