THIRDREALITY rückt auf der IFA 2026 Local-First-Automatisierung und Multiprotokoll-Strategie in den Mittelpunkt

THIRDREALITY rückt auf der IFA 2026 Local-First-Automatisierung und Multiprotokoll-Strategie in den Mittelpunkt

  • THIRDREALITY zeigt auf der IFA 2026 sein Local-First-Smart-Home-Ökosystem
  • Fokus auf Matter over Wi-Fi, Matter over Thread und Zigbee
  • Neue Gateway– und Hub-Lösungen sollen lokale Automatisierung unterstützen
  • Der AI Hub bringt On-Device-KI in die Smart-Home-Steuerung
  • Europäische Händler, Integratoren und Partner stehen im Fokus

(NACHRICHTEN) BERLIN, 4-Sep-2026 — /EuropaWire/ — Der Smart-Home-Anbieter THIRDREALITY nutzt seinen Auftritt auf der IFA 2026 in Berlin, um ein breiter angelegtes Local-First-Ökosystem vorzustellen. Neben Geräten auf Basis von Matter over Wi-Fi, Matter over Thread und Zigbee stehen vor allem Bridges, offene Gateways, Multiprotokoll-Hubs und ein neuer Ansatz für lokal arbeitende KI im Mittelpunkt.

THIRDREALITY erweitert auf der IFA 2026 seine bisherige Produktbotschaft zu einem stärker systemorientierten Smart-Home-Ansatz. Wie aus einer am 2. September veröffentlichten Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, will die Marke auf der Messe zeigen, wie Geräte, Funkprotokolle, Hubs, Bridges und Controller zusammenspielen können, um Automatisierungen möglichst lokal innerhalb kompatibler Smart-Home-Systeme auszuführen.

Die Präsentation findet vom 4. bis 8. September auf der Messe Berlin statt. THIRDREALITY ist in Halle H1.2, Stand 100, vertreten und richtet sich dort sowohl an Verbraucher als auch an Händler, Distributoren, Integratoren, Entwickler und Anbieter anderer Smart-Home-Ökosysteme.

Local-First soll über einzelne Geräte hinausgehen

Im Zentrum der IFA-Präsentation steht der von THIRDREALITY als „Local-First“ bezeichnete Ansatz. Das Unternehmen versteht darunter nicht lediglich die lokale Funktion eines einzelnen Geräts, sondern das Zusammenspiel verschiedener Komponenten innerhalb eines Smart-Home-Systems. Entscheidend sei, ob Geräte, Protokolle und Steuerungsplattformen gemeinsam lokale Ausführung unterstützen können.

Damit setzt THIRDREALITY einen Schwerpunkt, den das Unternehmen bereits Anfang 2026 bei seiner Produkt-Roadmap hervorgehoben hatte. Zur CES 2026 erklärte die Marke, unterschiedliche Funkstandards je nach Anwendung einsetzen zu wollen. Während Zigbee insbesondere für energieeffiziente Sensorik und ähnliche Einsatzbereiche vorgesehen ist, baut THIRDREALITY gleichzeitig sein Matter-Angebot aus und legt dabei einen zunehmenden Schwerpunkt auf Matter over Thread.

Auf der IFA gliedert das Unternehmen sein Geräteportfolio entsprechend in drei Pfade: Matter over Wi-Fi, Matter over Thread und Zigbee. Das Matter-over-Wi-Fi-Angebot umfasst unter anderem das Smart Timer Light TL2, das Smart Water Leak Kit KM1, den Smart Garage Door Opener, Smart Plugs, die A19 Smart Bulb, das Matter Relay sowie weitere Beleuchtungs- und Steuerungsprodukte.

Das Matter-over-Thread-Portfolio ist stärker auf energieeffiziente Geräte ausgerichtet. Genannt werden unter anderem Smart Buttons, Steckdosen, Leuchtmittel, Bodenfeuchte- und Bewegungssensoren, Rollos, Schaltersteuerungen und Nachtlichter. Parallel dazu bleibt Zigbee ein wesentlicher Bestandteil der Produktstrategie und deckt Sensorik, Beleuchtung, Steckdosen, Schalter, Pflanzenpflege, Wasserleckschutz und Sicherheitsanwendungen ab.

Von der Zigbee-Bridge bis zum KI-Hub

Den strategisch interessanteren Teil des IFA-Auftritts bildet jedoch das Gateway- und Steuerungsangebot. THIRDREALITY zeigt mehrere Stufen, die von der Verbindung bestehender Zigbee-Geräte mit Matter bis zu offenen Entwicklungsplattformen und KI-gestützter Automatisierung reichen.

Die Smart Bridge MZ1 dient als Zigbee-zu-Matter-Bridge und soll unterstützte Zigbee-Geräte in kompatible Matter-Umgebungen einbinden. Daneben positioniert das Unternehmen die Linux Box Dev Edition als offene Plattform für lokale Smart-Home-Steuerung. Die bereits 2025 vorgestellte Entwicklerlösung basiert auf Linux und ist für Entwickler, Integratoren und Lösungsanbieter konzipiert, die mehr Kontrolle über Software, Automatisierungen und Geräteintegration benötigen.

THIRDREALITY hatte bei der Vorstellung der Linux Box unter anderem Unterstützung für Zigbee, Matter, Wi-Fi und Thread sowie die Nutzung mit Plattformen wie Home Assistant in den Vordergrund gestellt. Auf der IFA ordnet das Unternehmen die Lösung nun ausdrücklich in seine umfassendere Local-First-Strategie ein.

Hinzu kommen ein Smart Speaker mit integriertem Zigbee-Gateway und der Smart Hub Gen3 als einsatzbereiter Multiprotokoll-Hub. Während die Linux Box stärker auf Entwickler und individuelle Integrationen ausgerichtet ist, soll der Hub Gen3 nach Darstellung des Unternehmens eine fertige Lösung für typische Wohnumgebungen bieten.

AI Hub soll Automatisierung stärker auf das Gerät verlagern

Mit dem AI Hub bringt THIRDREALITY zudem künstliche Intelligenz in seine Local-First-Strategie ein. Das Unternehmen bezeichnet das Produkt als „On-Device AI Command Center“. Nutzer sollen darüber mit ihrem Smart Home in natürlicherer Form interagieren und Automatisierungen erstellen können, während Daten nach dem von THIRDREALITY beschriebenen Konzept möglichst lokal verarbeitet beziehungsweise im Zuhause gehalten werden.

Wie weit die KI-Funktionen zum Marktstart reichen werden und welche Sprach- oder Automatisierungsmodelle konkret auf dem Gerät ausgeführt werden, geht aus der aktuellen Mitteilung allerdings nicht hervor. Ebenso nennt THIRDREALITY darin keine Preise oder konkreten Verfügbarkeitstermine für den AI Hub.

IFA-Auftritt baut auf Produktneuheiten aus 2026 auf

Mehrere Komponenten der Berliner Präsentation wurden bereits im Laufe des Jahres einzeln vorgestellt. Im Juli kündigte THIRDREALITY beispielsweise das Smart Timer Light TL2 als erstes eigenes Präsenzerkennungsprodukt auf Basis von Matter over Wi-Fi an. Das Gerät kombiniert nach Unternehmensangaben eine 60-GHz-mmWave-Präsenzerkennung mit digitaler Uhr, Countdown-Timer sowie RGB- und Weißlicht.

Die Produktstrategie zeigt zugleich, dass THIRDREALITY Matter nicht als vollständigen Ersatz für Zigbee betrachtet. Ebenfalls im Juli stellte das Unternehmen mit dem Smart Wall Outlet ZW1 eine fest installierbare Zigbee-Doppelsteckdose mit unabhängiger Steuerung, Energieüberwachung und Zigbee-Repeater-Funktion vor. Die parallele Weiterentwicklung beider Standards entspricht dem Ansatz, das jeweilige Protokoll nach Einsatzgebiet auszuwählen.

IFA-Schwerpunkt wurde vor der Messe erweitert

Bereits am 19. August hatte THIRDREALITY seinen Messeauftritt angekündigt und ihn als ersten eigenständigen IFA-Stand des Unternehmens bezeichnet. Damals standen insbesondere neue Matter-over-Thread-Produkte sowie eine modulare Smart-Care-Lösung im Mittelpunkt.

Zu den damals angekündigten Produkten gehörten ein Smart Soil Moisture Sensor, Smart Button, Smart Plug und Smart Bulb. Darüber hinaus stellte THIRDREALITY mit ThirdStage HelpLink Smart Care eine Lösung für die häusliche Unterstützung älterer Menschen in Aussicht, die unter anderem einen Hub-Lautsprecher, Notfalltasten und eine App für Angehörige umfassen soll. Nach damaligen Angaben sollen die neuen Matter-over-Thread- und Zigbee-Produkte im zweiten Halbjahr 2026 auf den Markt kommen; endgültige Preise und Verfügbarkeit sollten näher zum jeweiligen Marktstart bekannt gegeben werden.

Die nun veröffentlichte IFA-Mitteilung verschiebt den Blick stärker auf die technische Infrastruktur hinter den Geräten. Bridges, offene Gateways, Multiprotokoll-Steuerung und lokale KI bilden darin einen deutlich größeren Teil der Präsentation. Damit positioniert THIRDREALITY seinen Messeauftritt nicht nur als Produktschau, sondern auch als Darstellung einer Architektur, die unterschiedliche Funkstandards und Gerätetypen innerhalb kompatibler Smart-Home-Umgebungen zusammenführen soll.

Europäische Partner als wichtige Zielgruppe

Für THIRDREALITY ist die IFA zugleich eine Gelegenheit, die eigene Smart-Home-Strategie stärker im europäischen Markt zu präsentieren. Das Unternehmen nennt Händler, Distributoren, Integratoren, Entwickler und Ökosystem-Partner ausdrücklich als Zielgruppen seines Auftritts.

Der praktische Nutzen soll dabei anhand typischer Wohnszenarien demonstriert werden. Dazu zählen Beleuchtung und Komfort, Schutz vor Wasserlecks, Überwachung von Zugängen, Energie- und Gerätesteuerung, Pflanzenpflege sowie verschiedene Formen der Interaktion mit dem vernetzten Zuhause.

THIRDREALITY stellt vom 4. bis 8. September 2026 auf der IFA in Berlin in Halle H1.2, Stand 100, aus.

EDITOR'S PICK:

Comments are closed.