Sharon Macdonald wird am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin forschen

Die Sozialanthropologin wird am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin forschen

BERLIN, 13-5-2015 — /EuropaWire/ — Sharon Macdonald tritt Anfang Oktober 2015 die Alexander von Humboldt-Professur am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) an. Hauptziel ihrer Arbeit ist der Aufbau eines Zentrums für Anthropologische Forschung (Center for Anthropological Research into Museums and Heritage: CARMaH) am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Das CARMaH wird eine Brücke zwischen den Sammlungskonzeptionen der HU, des Museums für Naturkunde (MfN) und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) sein.

Zu den Aufgaben des CARMaH gehören: Ausbau und Neukonzeption des MfN, Entwicklung des Humboldt-Forums, Ausbau und Neukonzeption des Museums für Islamische Kunst. Dabei geht es um die Beschreibung und Untersuchung innovativer Formen musealer Praxis und neuer Umgangsformen mit kulturellem Erbe. Sharon Macdonald wurde für die Alexander von Humboldt-Professur von der HU, dem MfN und der SPK gemeinsam nominiert. Die drei Einrichtungen bieten eine ideale Arbeitsumgebung für das CARMaH.

Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin:
Die Humboldt-Universität ist stolz darauf, mit Sharon Macdonald eine renommierte Wissenschaftlerin gewinnen zu können, die den ethnologisch-kulturwissenschaftlichen Profilschwerpunkt der Humboldt-Universität in hervorragender Weise aufgreifen und stärken kann. Das ist nicht nur wichtig im Hinblick auf das Humboldt-Forum, sondern überhaupt im Hinblick auf die weitere Entwicklung der reichen Berliner Museumslandschaft und ihre wissenschaftlichen Grundlagen.

Preisträgerin Prof. Dr. Sharon Macdonald:
Mit dieser Professur möchte ich zusammen mit einem wissenschaftlichen Team die Veränderungen in der Berliner Landschaft von Museen und Kultur-Erbe-Einrichtungen ethnographisch untersuchen und wissenschaftlich reflektieren. Durch unsere weitgehenden vergleichenden Ansätze können wir neue Möglichkeiten und Erkenntnisse in diese Prozesse einbringen.

Sharon Macdonald ist derzeit Professorin an der Universität York. Aktuelle Fragestellungen ihrer Arbeit sind: Wie reagieren Museen und Einrichtungen des kulturellen Erbes auf Globalisierung und soziale Vielfalt? Wie wird ausgewählt, welche Objekte und Artefakte einer Kultur oder Gesellschaft in Museen ausgestellt werden? Wie entscheiden wir in einer Welt des Überflusses, was wir in Zukunft erhalten möchten?

Über die Alexander von Humboldt-Professur 
Insgesamt sind vier Spitzenwissenschaftlerinnen und ein Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands, der Alexander von Humboldt-Professur, ausgezeichnet worden.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, überreichten die Preise an Sharon Macdonald, Elisabeth Décultot, Harald Helfgott, Karen Radner und Marja Timmermans. Die Preisträger wurden von deutschen Universitäten nominiert und werden nun in Berlin, Halle, Göttingen, München und Tübingen forschen. Die Auszeichnung ist mit je fünf Millionen Euro für experimentell und je dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler dotiert.

Kontakt  

Hans-Christoph Keller
Sprecher der Humboldt-Universität zu Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093-2677
hans-christoph.keller@hu-berlin.de

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